Mit ‘nutzungskonzept’ getaggte Beiträge

Am Dienstag abend gab es das erste Treffen zum Vorgehen auf der Kaitzer Straße 2. Es waren knapp 15 Menschen anwesend und folgendes wurde besprochen.

Es sind sich alle grundsätzlich einig, dass Gebäude in ein Künstlerhaus zu verwandeln mit Proberäumen, Ateliers und Kunstwerkstätten. Zur Finanzierung wurden Mietkauf und Erbpacht, aber auch die mittelfristige Miete mit anschließendem Kauf über Kredite  durchgesprochen. Initiativen wie das Mietshäuser Syndikat, die Bundesinitiative Musik und die Bundesinitiative Kultur- und Kreativwirtschaft aber auch Crowdfunding und städtische Förderungen wurden bedacht.

Man einigte sich darauf, einen Verein zu gründen, der als Ansprechpartner für die Stadt auftreten soll und die juristische Person als Interessent am Haus darstellt. Bis nächsten Montag soll das Nutzungskonzept für die Stadt fertig sein, um vor der nächsten Stadtratssitzung am Donnerstag das Thema in den Köpfen zu haben. Außerdem ist eine Entscheidung vor der Sommerpause wünschenswert, da eine Entscheidung im August für die Musiker zu spät käme.

Advertisements

Die Kaitzer Straße 2 hat uns begeistert. Das Haus wurde bis 2011 noch genutzt, entsprechend gut sind bauliche Substanz, Elektrik und Rohre in Schuss. Einzig eine zweijährige Nichtbelüftung hat einen muffigen Geruch hinterlassen. Elektrik, Wasser und Heizung muss überprüft und gegebenenfalls erneuert werden, vermutlich auf Mieterkosten. Ein Fernwärmeanschluss ist möglich. An einer Ecke des Hauses ist im Untergeschoss die Wand feucht, da von außen Erde anliegt. Lässt sich aber gut beheben.

Wohngebiete sind erst in 100m Entfernung an der Stirnseite des Hauses, der Rest ist durch Gewerbe bzw. den Hauptbahnhof abgeschirmt. Aus diesem Grund lassen sich das Nebengebäude und das Unter- und Erdgeschoss als Proberäume nutzen (Grundrisse Kaitzer 2), das Untergeschoss erst nach guter Durchlüftung. Insgesamt kommen so im Nebengebäude 4 große Räume (23m² bis 45m²), im Erdgeschoss 10 Räume (um die 16m²) und im Untergeschoss um die 7 Räume (13m² bis 30m²) zustande. Im Grundriss ist das Untergeschoss als „Keller“ geführt. Das stimmt so nicht ganz, da bis auf eine Ecke das Geschoss frei gelegt wurde. Insgesamt ergibt sich ein Nutzfläche für Proberäume von 435m². Das ist zwar rein rechnerisch nicht die gleiche Größe wie das Probehaus am Gasometer, aber wir sind damit ein ganzes Stück weiter.

Der Quadratmeterpreis wird inklusive Investitionskosten bei 5 bis 8 EUR liegen. Das ist allerdings nur eine grobe Schätzung, da die Kaltmiete nicht gesichert ist und die Kosten für die Instandsetzung und wer diese übernimmt noch nicht geklärt sind.

Im nächsten Schritt muss ein Nutzungskonzept erarbeitet werden um es der Stadt vorzulegen. Da die Sommerpause für den Stadtrat bevorsteht, eilt es, da sonst mit einer Entscheidung erst im August zu rechnen ist. Daher ist am Dienstag, den 21. Mai, um 18 Uhr ein Treffen im Freiraum Elbtal (Leipziger Straße 33) angesetzt, um das Konzept grob zu erarbeiten und am Mittwoch fertig zu haben. Es ist wünschenswert, von jeder Band einen Vertreter vor Ort zu haben, um möglichst breitgefächerte Interessen einfließen zu lassen. Bringt dazu Meinungen, Argumente und Visionen mit um ein überzeugendes Konzept auf die Beine zu stellen.