Mit ‘Liegenschaftsamt’ getaggte Beiträge

Nachdem Finanz- und Liegenschaftsbürgermeister Vorjohann unmissverständlich klar gemacht hat, dass städtische Immobilien nicht vermietet werden, haben wir sofort eine Anfrage an den zuständigen Sachbearbeiter im Liegenschaftsamt geschickt, mit eindeutigem Kaufinteresse und der Bitte um einen Termin.

Heute kam dazu die Antwort des Sachbearbeiters, in der es salopp heißt, dass die Vorraussetzungen für eine Ausschreibung gerade geprüft werden und das Gebäude wohl im Frühjahr 2014 öffentlich ausgeschrieben wird. Man werde uns dann darüber informieren und stehe dann auch für ein persönliches Gespräch zur Verfügung.

Hinzu kommt noch, dass die inoffizielle Zusage der Drewag, auch bis Ende August mit dem Auszug der letzten Bands zu warten, nicht mehr existent ist.

Beides führt dazu, dass die Situation nun fast nicht mehr zu lösen ist. Ausweichobjekte werden von der Stadtverwaltung systematisch vom Markt genommen und die Verweildauer im alten Domizil wird wieder eingeschränkt.

Nachdem nach Fluthilfe und BRN wieder etwas Ruhe einkehrt, gibt es nun nahezu feststehende Neuigkeiten zur Miete und zum Kauf von städtischen Immobilien.

Der letzet Stand war die Besichtung der Kaitzer Straße 2 und die Einreichung des Nutzungskonzeptes bei der Stesad. Nicht mal eine Woche später kommt die Rückmeldung, dass die Stesad nicht mehr für das Gebäude verantwortlich ist und Herr Knauer vom Liegenschaftsamt die Verwaltung übernommen hat. Herr Knauer ist zum heutigen Zeitpunkt eine Antwort zwecks Vermietung und Verkauf auf eine E-Mail vom Dienstag schuldig.

Am 6. Juni wurde zur regelmäßig stattfindenden Einwohnerfragestunde (Min. 18:10) der Oberbürgermeisterin eine Frage zu städtischen Immobilen  eingereicht, deren Wortlaut hier nachzulesen ist. Das Ergebnis ist ernüchternd wie klärend: Bürgermeister Vorjohann, zuständig für Finanzen und Liegenschaften, machte deutlich, dass die Stadt Dresden keine Vermietung von städtischen Immobilien an nicht-kommerzielle Initiativen in Betracht zieht. Die derzeitige Wohnungsknappheit lässt so etwas nicht zu. Genausowenig werden Wächterhäuser eingesetzt, da deren Zweck die Überbrückung von Wohnungsüberschussphasen darstellt. Der Verkauf an nicht-kommerzielle Initiativen ist möglich, allerdings zu den gleichen Marktkonditionen wie für alle anderen Wettbewerbsteilnehmer.

Zur Kaitzer Straße 2 erklärte Herr Vorjohann seltsamerweise, dass das Gebäude in einem so maroden Zustand sei, dass es nicht mehr vermietet werden könne. Das war vor zwei Wochen – bevor unser Konzept eingereicht wurde – noch anders.

Was heißt das für das Probehaus und die Kaitzer Straße 2? Wir werden uns schnellstmöglich mit Vereinen und Stiftungen zusammensetzen, um die Gründung eines Vereins sowie die Finanzierung eines Kaufes zu planen, voranzutreiben und im besten Fall durchzuführen. Das alles in den nächsten Monaten, um spätestens Ende des Jahres alle Bands wieder untergebracht zu haben.