Mit ‘kaitzer straße 2’ getaggte Beiträge

Nachdem nach Fluthilfe und BRN wieder etwas Ruhe einkehrt, gibt es nun nahezu feststehende Neuigkeiten zur Miete und zum Kauf von städtischen Immobilien.

Der letzet Stand war die Besichtung der Kaitzer Straße 2 und die Einreichung des Nutzungskonzeptes bei der Stesad. Nicht mal eine Woche später kommt die Rückmeldung, dass die Stesad nicht mehr für das Gebäude verantwortlich ist und Herr Knauer vom Liegenschaftsamt die Verwaltung übernommen hat. Herr Knauer ist zum heutigen Zeitpunkt eine Antwort zwecks Vermietung und Verkauf auf eine E-Mail vom Dienstag schuldig.

Am 6. Juni wurde zur regelmäßig stattfindenden Einwohnerfragestunde (Min. 18:10) der Oberbürgermeisterin eine Frage zu städtischen Immobilen  eingereicht, deren Wortlaut hier nachzulesen ist. Das Ergebnis ist ernüchternd wie klärend: Bürgermeister Vorjohann, zuständig für Finanzen und Liegenschaften, machte deutlich, dass die Stadt Dresden keine Vermietung von städtischen Immobilien an nicht-kommerzielle Initiativen in Betracht zieht. Die derzeitige Wohnungsknappheit lässt so etwas nicht zu. Genausowenig werden Wächterhäuser eingesetzt, da deren Zweck die Überbrückung von Wohnungsüberschussphasen darstellt. Der Verkauf an nicht-kommerzielle Initiativen ist möglich, allerdings zu den gleichen Marktkonditionen wie für alle anderen Wettbewerbsteilnehmer.

Zur Kaitzer Straße 2 erklärte Herr Vorjohann seltsamerweise, dass das Gebäude in einem so maroden Zustand sei, dass es nicht mehr vermietet werden könne. Das war vor zwei Wochen – bevor unser Konzept eingereicht wurde – noch anders.

Was heißt das für das Probehaus und die Kaitzer Straße 2? Wir werden uns schnellstmöglich mit Vereinen und Stiftungen zusammensetzen, um die Gründung eines Vereins sowie die Finanzierung eines Kaufes zu planen, voranzutreiben und im besten Fall durchzuführen. Das alles in den nächsten Monaten, um spätestens Ende des Jahres alle Bands wieder untergebracht zu haben.

Die Kaitzer Straße 2 hat uns begeistert. Das Haus wurde bis 2011 noch genutzt, entsprechend gut sind bauliche Substanz, Elektrik und Rohre in Schuss. Einzig eine zweijährige Nichtbelüftung hat einen muffigen Geruch hinterlassen. Elektrik, Wasser und Heizung muss überprüft und gegebenenfalls erneuert werden, vermutlich auf Mieterkosten. Ein Fernwärmeanschluss ist möglich. An einer Ecke des Hauses ist im Untergeschoss die Wand feucht, da von außen Erde anliegt. Lässt sich aber gut beheben.

Wohngebiete sind erst in 100m Entfernung an der Stirnseite des Hauses, der Rest ist durch Gewerbe bzw. den Hauptbahnhof abgeschirmt. Aus diesem Grund lassen sich das Nebengebäude und das Unter- und Erdgeschoss als Proberäume nutzen (Grundrisse Kaitzer 2), das Untergeschoss erst nach guter Durchlüftung. Insgesamt kommen so im Nebengebäude 4 große Räume (23m² bis 45m²), im Erdgeschoss 10 Räume (um die 16m²) und im Untergeschoss um die 7 Räume (13m² bis 30m²) zustande. Im Grundriss ist das Untergeschoss als „Keller“ geführt. Das stimmt so nicht ganz, da bis auf eine Ecke das Geschoss frei gelegt wurde. Insgesamt ergibt sich ein Nutzfläche für Proberäume von 435m². Das ist zwar rein rechnerisch nicht die gleiche Größe wie das Probehaus am Gasometer, aber wir sind damit ein ganzes Stück weiter.

Der Quadratmeterpreis wird inklusive Investitionskosten bei 5 bis 8 EUR liegen. Das ist allerdings nur eine grobe Schätzung, da die Kaltmiete nicht gesichert ist und die Kosten für die Instandsetzung und wer diese übernimmt noch nicht geklärt sind.

Im nächsten Schritt muss ein Nutzungskonzept erarbeitet werden um es der Stadt vorzulegen. Da die Sommerpause für den Stadtrat bevorsteht, eilt es, da sonst mit einer Entscheidung erst im August zu rechnen ist. Daher ist am Dienstag, den 21. Mai, um 18 Uhr ein Treffen im Freiraum Elbtal (Leipziger Straße 33) angesetzt, um das Konzept grob zu erarbeiten und am Mittwoch fertig zu haben. Es ist wünschenswert, von jeder Band einen Vertreter vor Ort zu haben, um möglichst breitgefächerte Interessen einfließen zu lassen. Bringt dazu Meinungen, Argumente und Visionen mit um ein überzeugendes Konzept auf die Beine zu stellen.