Mit ‘dresden’ getaggte Beiträge

Am Mittwoch, den 17. Juli 2013, ab 18 Uhr veranstaltet die Stadtratsfraktion DIE LINKE im Lichthof des Rathauses eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Kultur braucht Raum“. Im Zentrum steht die Frage, wie Kreative in der Stadt unterstützt werden können und welche Rahmenbedingungen eine Stadt in diesem Sinne schaffen sollte. Nicht zuletzt geht es natürlich auch um die Problematik der Verdrängung von KünstlerInnen aus Gebäuden oder von Grundstücken und den Mangel an alternativen Räumlichkeiten.

Zugesagt haben der Bürgermeister für Stadtentwicklung Jörn Marx und der Kulturbürgermeister Dr. Ralf Lunau, Geschäftsführer der DREWAG Reiner Zieschank, die Stadträtin Kris Kaufmann mit Schwerpunkt auf Stadtentwicklung, Fotograf Lothar Lange für die IG Freiräume, Jacqueline Muth für den Freiraum Elbtal und Holger Knaak für die Blaue Fabrik. Die Moderation übernimmt MdL für DIE LINKE Annekatrin Klepsch. Außerdem hat das Probehaus G10 eine Einladung erhalten, um die Situation der freien Musiker und deren Bedürfnisse auf dem Podium zu vertreten.

Wir würden uns daher freuen, wenn ihr Künstler und Musiker aus eurem Umkreis einladet, an der Podiumsdiskussion teilzunehmen, um die Wichtigkeit des Anliegens klar zu machen.

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Am Montag ging das Konzept an unterschiedliche Stellen in der Stadt raus. Es werden diese Woche noch Treffen mit Stadträten und dem Branchenverband angesetzt. Konzeption Künstler- und Probehaus Kaitzer Straße 2.

Der Inhalt wurde von freiraum.fueralle.org übernommen.

…leider seit 11 Jahren nichts. Die Königsbrücker 119 ist eines von vielen Beispielen verfehlter Stadtpolitik. Anstatt die Bemühungen für ein Stadteilzentrum zu unterstützen,versucht die Stadt seit 9 Jahren erfolglos die Fläche zu verkaufen.

Königsbrücker Straße 119Königsbrücker Straße 119, Dresden

…eine partizipative StadtWerkstatt. Am 25. Mai machen wir die Grünfläche vor der Königsbrücker Straße 119 mit Workshops, Konzerten, DIY-Kunst und politischen Diskussionen zu einem Experimentierfeld für Stadtentwicklung von unten.

Jahrelang oder sogar jahrzehntelang bleiben Flächen und Gebäude der Stadt ungenutzt, während gleichzeitig der Raum für die Bewohnerinnen und Bewohner der Stadt immer knapper wird. Dies betrifft Wohnraum genauso wie Raum für soziokulturelle und politische Aktivitäten, für alternative Stadtteilzentren, Gärten oder Ateliers. Projekten wird gekündigt, weil die von ihnen genutzten Flächen plötzlich höhere Renditen versprechen, Mieten steigen und die ursprünglichen Bewohner werden aus ihren Stadtvierteln verdrängt.

Wir laden dich ein, gemeinsam mit uns auf die unhaltbare Situation aufmerksam zu machen und gleichzeitig zu zeigen, wie eine Stadt aussehen kann, deren Gesicht durch uns und nicht durch Großinvestitionen und Supermarktketten geprägt wird.

Offenes Vorbereitungstreffen

Am 22. Mai um 20 Uhr im Kukulida e.V. (Martin-Luther-Straße 1).

Warum die Königsbrücker 119?

Der früher als Wehrkreiskommando, Bußgeldstelle und Liegenschaftsamt genutzte Gebäudekomplex verfällt seit elf Jahren, da die Stadt eine Nutzung als Soziales Zentrum ablehnt und seit neun Jahren erfolglos versucht das Grundstück zu verkaufen. Wir wollen mit diesem Ort exemplarisch auf eine Politik hinweisen, die ehrenamtliches Engagement oft eher behindert als fördert.

Für eine lebendige Stadt müssen sich die BürgerInnen ihren Raum wieder aneignen. Sie müssen gemeinsam darüber bestimmen können, was mit den städtischen Flächen und Häusern passiert – gerade dann, wenn diese jahrelang nicht genutzt werden.

Hier geht es zum Programm…

Besichtigung Bremer Straße

Veröffentlicht: 8. Mai 2013 in Blogpost
Schlagwörter:,

Bremer Straße 16, Dresden

Bei diesem Objekt handelt es sich um ein altes Gewerbegelände das aus einer zweigeschossigen kleinen Villa an der Straße und einem dreigeschossigen Werkstattgebäude dahinter besteht. Die Villa ist zur Vermietung ausgeschrieben, eine Vermietung des Werkstattgebäudes ist aus baulichen Mängeln nicht möglich. Allerdings wird das Gebäude zur Nutzung überlassen.

Inwiefern sich eine Instandsetzung lohnt und ob eine Künstlervereinigung einen Mietvertrag bekommt, wird in den nächsten Wochen geklärt.

Besichtigung Amtsschlachthof

Veröffentlicht: 7. Mai 2013 in Blogpost
Schlagwörter:, ,

Heute war der Besichtigungstermin für den Amtsschlachthof, die letzten Gebäude auf dem Ostragelände, die noch nicht verkauft oder umgebaut wurden. Der Amtsschlachthof steht unter Denkmalschutz und wird seit Anfang der 90er Jahre nicht mehr genutzt.

Das Gelände umfasst mehrere große und kleine Hallen, sowie zwei Wohnhaus-ähnliche Gebäude. Der Zustand der Grundmauern ist gut, jedoch müssen sobald wie möglich auf allen Gebäuden die Dächer repariert werden.

Die Stesad verwaltet für die Stadt das Gelände. Nach eigener Aussage gibt es zur Zeit keinen interessierten Investor, die Stadt ist einer Überlassung als Kulturgelände nicht abgeneigt. Dazu wird nun ein Konzept erwartet, in welcher Form eine Überlassung erfolgen kann. Proberäume lassen sich auf jeden Fall mit unterbringen, in welchem Rahmen, muss diskutiert werden.

Grob geschätzt ist mit einer Nutzung der Fläche in frühestens zwei Jahren zu rechnen, dann jedoch auch langfristig.

Fogo do RitmoDie zweite Kundgebung am gestrigen Donnerstag war trotz des diesigen Wetters warm und ein Erfolg. Dafür sorgte einerseits die Feuerschale, andererseits die Band Fogo do Ritmo, die mit Sambarhythmen nicht nur uns viel Spaß bereitete, sondern auch das Publikum der Dresdner Altstadt zum Innehalten brachte. Begleitet wurde die Show mit Jonglage- und Akrobatikeinlagen.

Neben Flyer und Faltblättern wurden vor allem Gespräche mit interessierten Passanten geführt. Das Kultur- und Freiraumproblem stößt schnell auf offene Ohren. Vor allem dann, wenn der Zusammenhang zwischen bezahlbaren Mieten, freien Kulturräumen und profitsüchtigen Investoren klar wird.

PassantenNächste Woche findet die Kundgebung am Elberadweg auf Höhe des Freiraum Elbtal statt, in zwei Wochen vermutlich wieder vor der Frauenkirche. Weitere musikalische Einlagen sind äußerst erwünscht!

Bilder zur Kundgebung auf Lothars Dresden Reportagen.

Am vergangenen Mittwoch gab es ein Treffen mit Nils Burchartz, Aufsichtsrat Musikwirtschaft im Branchenverband für Kultur- und Kreativwirtschaft, und dem Stadtrat Torsten Schulze.

Ein Erhalt des Gebäudes ist äußerst unwahrscheinlich. Die Instandhaltungskosten liegen bei über 200.000 EUR, eine Sanierung würde mehr als eine halbe Million kosten. Mir wurde überall geraten, die Bemühungen nicht in die Erhaltung des Gebäudes zu stecken, da die Drewag keinen direkten Nutzen von einer Sanierung hätte.

Herr Schulze hat viel telefoniert. Er hat vorerst allgemeine Anfragen zu Proberäumen an so gut wie jeden städtischen Betrieb der mit Immobilien zu tun hat gestellt (Drewag, DVB, Stesad, Schulverwaltungsamt). Da gibt es auch schon einige allgemeine, positive Antworten.

Vermutlich wird es nicht darauf hinauslaufen, alle Bands in ein Gebäude zu bekommen, sondern an verschiedenen Standorten unterzukommen; einige davon auch nur als Zwischenlösung für zwei bis fünf Jahre. Um eine bessere Planung zu ermöglichen, wird sich eine Bedarfsübersicht gewünscht, wieviele Proberäume, in welcher Größe, für wieviel Quadratmeterpreis und mit welcher Mindestnutzungsdauer gewünscht sind. Er hat darauf hingewiesen, dass die jeweiligen Betriebe gern einen einzelnen Ansprechpartner haben, wenn es um die Proberaumvergabe geht um dutzende Einzelanfragen zu vermeiden. Ob dazu ein Verein oder eine Interessengemeinschaft gegründet wird oder man sich einer bestehenden Struktur anschließt, wird sich in Gesprächen zwischen den Bands klären.

Nils Burchartz vom Branchenverband hilft gern mit Rat und Infrastruktur. Er hat den Kontakt zum Stadtrat möglich gemacht.